Pferdehof Angerle – Karersee und Costalungapass

Als Ende des 19. Jahrhunderts die Dolomitenrundfahrtsstraße erbaut wurde, wurden die Pässe von Costalunga und Karersee weltberühmte Sinnbilder für märchenhafte Landschaften. Davor stellte der Pass die Grenze zu unerforschten, romantischen Welten dar, die nur schwer zu erreichen waren. Oft waren Pferde die einzige Möglichkeit in einem Tag von den Südtiroler Tälern in jene Ladiniens zu gelangen.

Die Gesten sind seit Jahrhunderten gleich geblieben, als ob sich nichts geändert hätte. Der Reiter erreicht die Hütte, steigt vom Pferd und befestigt die Zügel an den Zaun, der zu diesem Zweck aufgestellt wurde. Dann streichelt er als Zeichen der Dankbarkeit und der gegenseitigen Freundschaft dem Pferd über die Wange. In der Hütte stärkt er sich und holt Informationen zur Wetterlage ein und fragt nach welcher der sicherste Weg zu begehen sei. Den Hut legt er auf den schlichten Kleiderständer ab, der Wirtin wird mit einem schlichten Handzeichen die Ehre erwiesen. Gesten sind wichtig, weil sie eine Geschichte aus Jahrhundertealten Gewohnheiten und zeugen. Die Wälder und die Wiesen des Karesees vom Rücken eines Pferdes aus zu entdecken ist eine vollkommen neue Erfahrung. Kein anderes Transportmittel kommt an das Pferd heran. Es entwickelt sich eine Intimität zwischen dem Gefährt und dem Reisenden. Vielleicht liegt darin der Reiz des Pferdesports. Man taucht ein in eine Reise und aus der Reise wird ein Ritual. Nur so lässt sich die unglaubliche Faszination der Explorationen erklären. Auch wenn man dieselben Orte auch mit der Seilbahn oder dem Auto erreichen kann, ist die Atmosphäre eine andere.

Auf dem Rücken eines Pferdes fühlt man sich als ob man zur Umgebung gehören würde, mehr noch als beim Wandern. Das liegt wohl auch an der Stellung, die Prospektive ändert sich und bei der Begegnung mit den anderen ist man ein anderer Mensch. Wir sind keine Touristen mehr sondern werden zu Einheimischen. Wenn man auf einem Pferd sitzt fragen einen die Leute automatisch nach dem Weg, weil man von da oben ja viel weiter blicken kann. So wird das Absteigen vom Pferd zu einer natürlichen Geste. Man schenkt den Gesten nur wenig Bedeutung und doch sind sie so wichtig. Vielleicht lenkt die Geschwindigkeit mit der wir leben von den Gesten ab und mit ihnen verlieren wir ein bisschen Klasse. Man denke nur an die rotbejackten Ranger. Sie haben nichts Feiges an sich, sie vermitteln einem nicht das Gefühl von ihrer Uniform zu profitieren. Sie sind freundlich und hilfsbereit, wie nur Menschen es sind die niemandem etwas beweisen müssen. Es ist als ob man in direkter Verbindung mit Marco Polo oder einem einsamen Cowboys steht, die immer auf dem Weg zu einer Frau oder einem Auftrag sind. Das Pferd weis dass und unterstützt sie darin. Pferde sind sehr intelligent und sie haben eigene Gefühle es steht einem bei und hört nie auf zu erfahren, wachsen und suchen.
Info
Ganzjährig geöffnet
Angerle Alm
I-39056 Karersee am Rosengarten
I - 39026 Prad am Stilfserjoch
Tel. 0039 0471 612224
www.angerlealm.com - info@angerlealm.com
Preise
- Gruppe 1/2 Stunden 14,00 €; 2 Stunden 40,00 €; 10 Stunden 180,00 €
- Einzelstunde
1/2 Stunden 19,00 €; 2 Stunden 65,00 €; 10 Stunden 300,00 €
Foto: Archiv Angerle Alm |