Die Eislöcher
Wissenschaftler, Naturforscher und Botaniker können sagen
was sie wollen, das Phänomen der Eislöcher ist eine fast
philosophische Angelegenheit. Der Bergfarn der sich einen Talausflug
gegönnt hat, die Buche die der Tanne über den Kopf gewachsen
ist um ihr eins auszuschlagen, die Heidelbeere die… sich
hier vielleicht vor jenen Wanderen versteckt hat, die nicht zufrieden
sind bevor die dem Wald ein Mitbringsel gestohlen haben … ja,
die Eislöcher stehen der allgemeinen Logik, derzufolge die
Kälte oben und die Mücken unten zu sein haben, antithetisch
gegenüber. Sie können aber auch jene, die regelmäßig
verlauten lassen, dass es “keine richtigen Jahreszeiten mehr
gibt” in ihren Aussagen bestätigen. Man kann es sehen
wie man will, an diesem Ort ist alles auf den Kopf gestellt. Er
ist fast ein Monument an den “Schein”, ein erfrischender
Beweis, das nicht immer alles schwarz-weiß sein muss.

Landkarte
Kompass 685
Gesamtbewertung: 
Streckenlänge: 4 km
Gehzeiten: 2 Std.
Höhenunterschied: 200 m
Schwierigkeitsgrad: leicht
Route und Kennzeichnungen: St.
Michael (Eppan; 420m) – Kennzeichnung ST Naturlehrpfad – Schloss
Moos (525m) – Weg Nr. 540-7, Naturlehrpfad – Gasthof
Steinegger (614m) – Naturlehrpfad – Eislöcher
(550m) – sent. 15 e 7 – Schloss Englar (500m) – Naturlehrpfad – St.
Michael
Jausestationen: Gasthof Steinegger;
Gasthof Stroblhof
Zufahrt Ausgangspunkt: Parkplatz
von St. Michael bei Eppan an der Weinstraße.
Besonders geeignet für: Familien,
Pärchen, jeden der einen außergewöhnlichen Tag
vor den Toren der Stadt verbringen will
Nützliche Nummern: Gasthof
Stroblhof 0471-662250; Gasthof Steinegger 0471-662248; Tourismusverein
Eppan 0471-662206
Empfohlene Zeit: von Mai bis September (aber auch im Winter zugänglich)
Sehensewertes: die Kirche am
Kalvarienberg, Schloss Gandegg, Schloss Englar, Schloss Moos
Beschreibung: Bei St. Michael
geht man auf den Naturlehrpfad, der sich durch die Weinberge, Obstwiesen
und Waldabschnitte schlängelt. Der Gasthof Steinegger befindet
sich am Waldrand am Fuße des Bergs Penegal. Dieser Wald besteht
aus Buche und Tannen, aber es wachsen auch Laubbäume, die
ein mildes Klima bevorzugen (Kastanienbäume, Eichen Hainbuchen).
Ein leicht abschüssiger Weg führt zu den Eislöchern,
deren klimatische Besonderheit besonders in der warmen Jahreszeit
geschäzt wird, wenn der Temperaturunterschied in den Mulden
besonders groß ist. Einige Schilder erklären die geologischen
und botanischen Eigenheiten dieses Ortes. In der Nähe von
Schloss Englar vorbei kehrt man nach St. Michael zurück. |