Pragser Wildsee

Der Pragser Wildsee befindet sich auf einer Meereshöhe
von 1469 m. Er hat eine Ausdehnung von 31 ha und gehört
zu den tiefsten Seen der Provinz. Der tiefste Punkt liegt hier
bei 36 m, die Durchschnittstiefe beträgt 17 m. Sein Ursprung
ist auf die Entstehung eines Staudammes durch einen Murenabgang
zurückzuführen. Die Seerunde kann man nur zu Fuß oder
mit einem Ruderboot machen. Wegen seiner intensiven, dunkelblauen
Farbe und wegen der zauberhaften Bergkulisse die ihn umgibt,
wird er jeden Sommer von zahlreichen Touristen aufgesucht.
Lage und Zufahrt: Der Pragser
Wildsee liegt im nördlichen Teil des Naturparks Fanes-Sennes-Prags.
Er ist in die herrlichen Pragser Dolomiten gebettet. Er ist auf
einer Straße die von der Pusterer Staatstrasse zwischen
Welsberg und Niederdorf ausgehtleicht zu erreichen.
Naturalpark Fanes-Sennes-Prags
Der Naturpark Fanes - Sennes - Prags umfasst die Gemeinden Abtei,
Prags, Toblach, Wengen, Enneberg und Olang. Die gegen das Pustertal
gerichteten Berghänge bilden die Nordgrenze des Parks, im
Westen grenzen ihn die bewaldeten Hanglagen gegen das Gadertal
ab, im Süden reicht er bis zur Landesgrenze; die Ostgrenze
zu den Sextner Dolomiten ist durch das Höhlensteintal gegeben.
Er gehört zu den eindrucksvollsten und am meisten besuchten
Naturparks der Autonomen Provinz Bozen und mit seiner Fläche
von rund 25.680 ha ist er außerdem einer der größten
(nur die Texlergruppe hat eine größere Ausdehnung).
Es gibt unzählige Ausgangspunkte für einen Ausflug
in den Park: im Gadertal, St. Kassian, Stern, Pedraces sowie
La Val. Es folgt St. Vigil in Enneberg (in Pederu gibt es einen
Jeep-Zubringerdienst, der in regelmäßigen Abständen
zu den Schutzhütten fährt), natürlich auch Cortina
d'Ampezzo(auch von Fiames gibt es einen Zubringdienst nach Sennes).
Vom Pustertal: Olang, Welsberg, Niederdorf und Toblach. Auch
von Prags fährt ein Shuttle zur Plätzwiese. Die interessantesten
Sehenswürdigkeiten im Naturpark sind, die Höhle des "ursus
speleraus" in der man das Skelett eines Höhlenbären
sehen kann, der Gebirgshang des Ciavàl und das Heiligen-Kreuz-Hospiz,
das Büsc da Stlü mit seinen Gämsen, das Parlament
der Murmeltiere sowie die Bergipfel, welche man aus verschiedenen
Perspektiven bewundern kann, wie die so bedrohlich wirkende Hohe
Gaisl oder sanftere Dürrenstein. Natürlich auch der
smaragdfarbene Pragser Wildsee.
Routen und Wanderungen: Das
Pragser Tal ist ein Paradies für Wanderer und Mountain-Bike-Fahrer.
Eine Runde auf dem Steig, der um den See herum führt lohnt
sich in jedem Fall.
Zum Jaufensee und zur Biella-Hütte:
Gehzeiten: 3 - 3 1/2 Std.
Vom Hotel geht man in südliche Richtung, wo bei einer Weggabelung
mehrere Wanderwege ausgehen: wir folgen der Kennzeichnung Nr.
1. Bei der ersten Abzweigung biegen wir links ab, bei der zweiten
rechts bis wir das Ende des Kessels erreicht haben. Durch ein
Tal kommen wir zum Jaufensee. Wir gehen weiter bis wir eine Mulde
erreicht haben und erreichen über einen kurzen Anstieg den "Forn",
ein Kieskar. Der Weg führt hoch zum Sattel Porta Sora l'Forn,
von wo aus man eine herrliche Aussicht über die Ampezzaner
Dolomiten genießen kann: die Hohe Gaisl, der Dürrenstein,
die Drei Zinnen, der Sorapiss, der Pekmo und die Tofane. Von
hier aus erreicht man in 10 Min. die Biella-Hütte. |