Ihm haben wir viel zu verdanken. Seine Entdeckung und die folgenden Untersuchungen
haben uns gezeigt, wie schwierig eigentlich das Leben damals war. Die Gletschermumie Ötzi
wurde 1991 im Schnalstal in den Ötztaler Alpen gefunden. Daher auch der
Name Ötzi. Er stammt aus der Kupferzeit und ist der besterhaltenste Fund
dieser Zeit weltweit.
Der ca. 53-jährigen Mann, schläft in einem Zimmer ohne Licht und Wärme.
Sein Körper wird in einer Kühlzelle mit -6° Celsius und einer Feuchtigkeit
von 98 Prozent den Klimabedingungen im Gletscherinneren angepasst. Auf dem modern
gestalteten Parcours durch das Museum, das vom Archäologischen Museum ausgezeichnet
rekonstruiert wurde, werdet ihr feststellen, dass Ötzi, bestens ausgerüstet
war und sich mit Leichtigkeit in jedem Gebiet weiter bewegen konnte: Er hatte
einen Bärenfellhut und einen Grasmantel, um sich vor der Kälte zu schützen,
Schuhe mit rutschfester Sohle und einen Rucksack. Er war auch für jeden
Notfall gewappnet und trug einen kleinen Erste-Hilfe-Kasten bei sich.
Natürlich besaß er auch Pfeil und Bogen für die Jagd, eine Axt
und einen Dolch, um sich gegen Feinde zu wehren oder seine Beute zu enthäuten.
Im Juli und August ist für die Familien im Archäologiemuseum
ein eigener Raum eingerichtet, in dem sie sich entspannen, lesen, spielen,
und Museumsmaterial berühren können.