Der Bayrische Fürst Tassilo III. erreichte nach bitteren Kämpfen
die Unterwerfung der slawischen Stämme die im Pustertal umherschweiften.
Um seine Herrschaft zu festigen ordnete er die Errichtung eines großen
Klosters und die Ansiedlung von bayrischen Bauern, welche die Felder
des Tales bewirtschaften sollten, an. Das war im Jahre 769. In kurzer
Zeit avancierte das Kloster zum wichtigsten kulturellen Zentrum des
Gebietes, sowie zur Basis der Verbreitung des Christentums bis ins
Oberen Drautal. Die Kollegiatskirche in ihrer heutigen Form, ist
ein schönes Beispiel für die reife Romanik. Sie wurde in
verschiedenen Bauphasen, zwischen 1140 und 1250 errichtet. Der architektonische
Stil zeugt vom Eingriff lombardischer Fachkräfte. Der Grundriss
hat die Form eines lateinischen Kreuzes, während der Rundgang
mit den drei Apsiden an französische und italienische Vorbilder
erinnert. 1320 wurde der Kirchturm aufgestockt.
In dieser Kirche finden wir einige wertvolle romanische Plastiken, darunter
ein herrliches hölzernes Kruzifix, eines Madonnenstatue und eine
Johannesskulptur. Am Südportal haben sich Fresken… weiter...