Jedesmal wenn ich mit meinem Fahrrad im Etschtal unter den Bergen, wo
sich die Ruinen vom Sauschloss befinden, unterwegs bin, holt mich eine
feine, versichernde Stimme ein, die mich auf eimal wieder Kind werden
lässt. Meine Mutter erzählte mir oft eine Legende, welche von
einem Schloss sprach, das in folge einer furchtlosen und tapferen
Handlung seinen Namen wechselte.
"Fiedrich mit der leeren Tasche belagerte hartnäckig Schloss
Greifenstein und hatte schon fast den Sieg errungen, da im Schlosse
die Vorräte
dem Ende zu gingen.
Der Hauptmann des Schlosses befahl jedoch seinen Soldaten ein Fest zu
feiern und das letze Schwein über die Festung ins Lager des Herzogs zu werfen,
um ihn gauben zu lassen, der Lebensgeist der Männer sei noch hoch
und di Nahrung noch reichlich.
Das Schwein fiel vor den Füssen von Friedrich mit der leeren Tasche
mit einem grossen Kall zu Boden.
Friedrich fiel auf die List herein und befahl schäumend voll
Zorn den Rückzug seiner Truppen.
Seit jenem Tag wird Schloss Greifenstein auh Sauschloss genannnt."
Heute bin ich selbst Vater und erzähle meiner Tochter und ihren Freunden
dieselbe Geschichte und dann verspüre ich das volle Ausmass dieser Episode
in den verwirrten Augen meiner Zuhörer
Dieselben Augen, in die damals meine Mutter schaute.