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Der Loden

Der Lodenmantel ist das klassischste Südtiroler Kleidungsück. Im Laufe der Zeit war er zahlreichen Verwandlungen unterworfen, er ist zum raffinierten und teuren Stoff avanciert. Nur wenige wissen aber, dass dieser Umhang urspruenglich von Hirten getragen wurde und erst im 19. Jahrhundert, dank seiner hervorragenden Tragfähigkeit in der Habsburger Gesellschaft an Beliebtheit gewann. Er wurde Teil der Jagdausrüstung.
Den Loden findet man bereits im 9. Jahrhundert n. Chr. Den Hirten, welche die alpinen Täler bewohnten, diente er zum Schutz vor den langen, kalten Wintern. Das Wort Loden kommt vom Begriff "Lodo", was soviel wie "Wollballen" bedeutet. Der Stoff wurde großschlächtig aus Schafswolle gewonnen, die noch vor dem Waschen geschnitten und gesponnen wurde. Dann wurde sie in einer Wasserwanne mit den Füssen gepresst. Sobald der Stoff trocken war wurde er gefilzt, wodurch er wasserundurchlässig wird. Der Vorgang, um einen Lodenstoff herzustellen ist unverändert geblieben. Nur die Maschinen haben sich mit der Zeit weiterentwickelt.



Der Stoff ist meist aus Mohairwolle, er ist haarig, hat eine Strichrichtung, ist wasserfest und fühlt sich kompakt an. Die klassische Farbe ist dunkelgruen, heute sind auch blau und grau sehr beliebt.

Die Lodenwelt

Sehen, Fühlen, Hören. Diese drei Sinne werden auf dem Ausstellungspacours dieses einzigartigen Museums, welches der Geschichte des Lodens gewidmet ist beansprucht. Man kann die Wanderung der Schafe in das Hochgebirge verfolgen und die Hände in frisch geschorene Wolle graben. Kurz: die Entstehung des Lodens miterleben. Man kann beim Weben, Spinnen und Filzen zusehen und auch wenn der Lodenstoff heute mit modernster Technick hergestellt wird, sind seine Ursprünge dieselben geblieben.
Öffnungszeiten: Die Lodenwelt (Vintl - Eisacktal) mit dem Gehege, dem Museum, der Manufaktur und dem Geschäft ist montags bis samstags von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet (im Juli und August von 9 bis 18.30 Uhr).

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