Testatina

BILDHAUEREI


Die wichtigsten Aufbietungen waren der Bau von Altären und von Friedhofsanlagen. Die ersten wurden gebaut um die alten gotischen Manufakte mit Modellen die oft an die Italienische Renaissance angelehnt waren zu ersetzen. So werden nach und nach die Altäre der Pfarrkirchen von Brixen, Bozen, Meran und Burgstall geopfert. In der Pfarrkiche von Salurn wurde hingegen ein neuer, eindrucksvoller Hauptaltar im Stil der Renaissance errichtet. Er ist das Werk GIOVANNI ZUGNAS aus Abtei, dem auch der mittlerweile zerstörte Altar der Pfarrkirche von Kaltern zu verdanken war. Bei seinem Tod (1682) übernahm sein Sohn Antonio, ebenfalls Altarschnitzer, die Werkstätte des Vaters in Trient. Ein Zeitgenosse Giovanni Zaugnas war DOMENICO LALUEGA (Ortner), aus Kolfuschgg im Gadertal. 1618 zog er nach Klausen, wo er zusammen mit dem Tischler Windisch an einem „Heiligen Grab“ arbeitet. 1656 schnitzt er für die Pfarrkirche von Lüsen einen Altar, die heute verschollen ist. Zwei Jahre später finden wir ihn in Kurfar wieder, wo er für die St.-Luziakirche in Kampill an zwei Altären arbeitet, die es heute ebenfalls nicht mehr gibt. Als er 1660 stirbt, übernimmt sein Sohn Giovanni die Werkstatt. Er führt das väterliche Werk als Altarschnitzer fort, darunter jener in der St.-Antoniuskirche in Pikolein.

Wir wollen auch auf TOBIA FREU, aufmerksam machen, der im 17. Jahrhundert in Bozen tätig war. Unter seinen interessantesten Werken sind die zwei große Figuren von Peter und Paul auf dem Hauptaltar der Peterskirche in Gratsch (1650 ca.) zu nennen. Zur selben Zeit war OSWALD KRAD aus Schlanders tätig. Er scheint in Kontakt mit dem Bildhauer JOHANNES PATSCH aus Landegg gewesen zu sein, der für einige Zeit in Dorf Tirol gelebt hat. 1657-58 hat er zwei großartige Tabernakel angefertigt von denen sich der eine in der Pfarrkirche von Latsch und der andere in der Peterskirche von Gratsch (1650 ca.) befindet. Obwohl er 1660 nach Bozen gezogen ist bricht die Verbindung mit dem Vinschgau nicht ab (der Hauptaltar in Girlan von 1668 ist sein Werk). In Bozen wir ihm der Auftrag für die Hauptaltäre von St. Magdalena in Bozen (1667) und St. Jakob (1670) zugeteilt. Ein anderer Bildhauer der vom Gardasse-Gebiet stammt ist MELCHIORRE DA VINAZO, VINAZER genannt (1622 – 1689). Der Bildhauer von mittelmäßigem Talent ging bei RAFFAELE BARAT in Brixen in die Lehre. Er gilt als Begründer der Bildhauerei-Tradition in Gröden. Seine Söhne BALDASSARRE (1652 – 1727) und GIOVANNI 1660 geboren) treten sein Erbe an. Der Ältere hat den Altar der St.-Bartholomäuskirche in Teis angefertigt, der von seinem durchschnittlichem Können zeugt. Giovanni hat hingegen den interessanten Altar in der Hofkirche von Enneberg (1719) und die zwei Statuen am Hauptaltar der St.-Antoniuskirche in St. Ulrich hinterlassen.
Ein gebürtiger Meraner ist hingegen MATTIA LEITNER der 1674 den Hauptaltar von S. Recupero. Zwanzig Jahre später arbeitet er am Altar der Pfarrkirche von Dorf Tirol, von der die zwei Seitenfiguren erhalten sind. Der Künstler stirbt 1708. Aus Martell stammt GREGORIO SCHWENZNGAST (1646 – 1723), der bei OSWALD KRAD in der Lehre war. Unter seinen Werken sind der Hauptaltar, die Stuckarbeiten und die Skulpturen von St. Moritz in Ulten (1685), sowie die Marmor- und Holzreliefs der St.-Anna-Kirche in Latsch. In Nordtirol, genauer in der Kirche von Sistrans, hat er eine Staute die die Heilige Gertraud darstellt hinterlassen. Ebenfalls ein Altarschnitzer war PAUL MORIGGL aus Graun im Vinschgau (1648 – 80), der bei GREGORIO SCHWENZNGAST in der Lehre war. Er hat den Hauptaltar der Kirche von Agumes (1673), der später ersetzt wurde, des Magdalenaaltars in Gratsch (1677) und des Antoniusaltars in Schlinig (1679). GEORG MAYR senior sind einige der bunten Figuren zu verdanken, die sich ursprünglich in den Kapellen befanden, die den Weg zum Kalvarienberg bei Bozen säumen. Diese Figuren sind von einer erstaunlichen Plastizität und Ironie.

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