Testatina

ARCHITEKTUR


Um 1620 kam der Architekt FRANCESCO LUCCHESE von Innsbruck nach Meran. Er hat die ersten typischen Formen des neuen Stils eingeführt. Arbeiten die Lucchese zugeschrieben werden sind die Fassade der Pfarrkirche von Salurn (1628) sowie die Kirche und der Kirchturm von Weissenstein. Die Pfarrkirche von Salurn, die von Lucchese (1570/85? –1629) in Auftrag gegeben wurde ist den Heiligen Andreas und Nikolaus gewidmet. Sie besteht aus einem Hauptschiff und einem kurzen Querschiff und weist neben dem Tonnengewölbe andere eindeutige Merkmale der Renaissance auf. Der ursprüngliche Bau ging auf das 12. Jahrhundert zurück und wurde 1472 erstmals umgebaut. Beim Tod Luccheses, wurde der Bau von einem Verwandten des Architekten, DOMENICO LUCCHESE (1641) fertig gestellt. Die Fassade weist hohe Lisenen und fünf Nischen in denen sich Figuren befinden auf. Die ersten zwei Holzfiguren stellen die Heiligen Petrus und Paulus das (geschnitzt von GIOVANNI ZUGNA aus Abtei, der auch den Hauptaltar angefertigt hat), die anderen Figuren, die etwas höher gestellt sind, stellen die Heiligen Andreas und Nikolaus, die Schutzpatronen der Kirche, sowie Maria mit dem Kind, dar (in der Mitte des Giebelfelds). Sie sind aus Kupfer und wurden vom Klausner MAXIMILIAN RÖCK gemacht.

Eine besondere Erwähnung verdient die Familie DELAI aus Scaria d‘ Intelvi, von der wir schon gehört haben. Als öffentliche Stadtplaner der Gemeinde Bozen, waren sie zwischen dem 17. Und dem 18. Jahrhundert an zahlreichen Bauten beteiligt. GIACOMO DELAI ist der Bau der Kapelle zur Heiligen Jungfrau in Tramin (1638 – 47) und der Kirche in Säben zu verdanken, die in der selben Zeit in Zusammenarbeit mit dem Bruder ANDREA entstanden ist; JACOPO hat hingegen die St.-Antonius-Kirche in Klobenstein (1672) gebaut; FRANCESCO ist der Architekt der Kirche von Riffian (1668 – 73); ANDREA jener der Residenz Reinsber in Eppan (1676); CARLO hat das Palais Mamming in Meran entworfen (1675 – 80); ANDREA und PETER die Kalvarienkirche in Bozen. Es handelt hierbei um ein Gebäude mit zentralem Grundriss das 1684 erbaut wurde und eines der wichtigsten sakralen Bauten des Barocks in Südtirol darstellt; PETER hat an der St.-Margarita-Kirche in Sterzing und der Klosterkirche in Säben gearbeitet; G. BATTISTA ist der Architekt der Kirche von Elvas (1696-98) und hat, zusammen mit seinem Bruder SIMONE, die Kapelle zur Heiligen Jungfrau in Neustift entworfen.

Wir wollen die anderen wichtigen Architekten jener Zeit nicht vergessen: MATTIA CARNERI, der Autor der „Händlerkapelle“ in der Domenikanerkirche, die einen oktagonalen Grundriss hat und vom Merkantilmagistrat finanziert wurde (1634 – 40); FRANCESCO CARLONI war der Architekt der St.-Josefs-Kirche in Salurn (1634 – 40); GREGORIANO VALGOI ist das Kapuzinerinnenkloster in Brixen zu verdanken; der aus Bormio stammende PIETRO PEDRINO hat am Wiederaufbau der Pfarrkirche von Taufers im Münstertal gearbeitet (1660 – 63); PETER NIEDERGATSCHER, der Stadtplaner in seiner Heimatstadt Bruneck, ist der Autor der Kirche von S. Stefano in Cadore (1667) und der Kirche zum heiligen Grab in Innichen (1673) die auf Wunsch des Wirtes Georg Paprion nach dem Vorbild der Heiligen Stätte in Jerusalem entstanden ist; GREGORIO SCHWENZENGAST, ist der Erbauer der Kapelle in der Kirche von Tschengls.

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