Testatina

MICHAEL PACHER ALS MALER


Er gilt als der wichtigste Vermittler der Bildsprache er Italienischen Kunst des deutschen Sprachraums. Schon vor Dürer hat er in seiner Kunst typische Elemente der nordischen Gotik und Fermente von eindeutig humanistischer Herkunft vermischt. Der um 1435 in Bruneck im Pustertal geborene Künstler hinterlässt seine gelungensten Altäre in Salzburg und Brixen. Diese zeichnen sich durch die Überzeugungskraft der Erzählung, die Lebhaftigkeit der Szenen und die verschiedenen, komplexen architektonischen Zusammenstellungen. Vom Hochaltar der Franziskanerkirche in Salzburg, der 1484 begonnen wurde und leider zerstückelt wurde, sind ein Paneel mit der "Hochzeit der Jungfrau" und eines das eine verstörende "Geißelung Jesu" darstellt erhalten, die in Wien aufbewahrt werden.
Dem Brixner Altar ist es nicht besser ergangen. Er wurde für die Kirche von Neustift in Auftrag gegeben und 1483 begonnen. Von diesem Meisterwerk das den „Kirchenvätern“ gewidmet ist, sind einige Tafel erhalten die in der Alten Pinakothek in München aufbewahrt werden. Es handelt sich um vier Tafeln aus Zirmholz mit den Maßen 216x196 (Hauptpaneel) und 206x93 (Seitenpaneele). Die erste Tafel von links stellt den „Heiligen Hierolamus mit dem Löwen“ dar, dem der Heilige eine Dorne entfernt haben soll; auf der zweiten Tafel sieht man den Heiligen Augustinus mit seinen traditionellen Attribut: ein Kind beim Versuch das Meer mit einem Löffel trocken zu legen; die dritte stellt „den Heilgen Gregor den Großen“ und die nackte Figur eines Kaisers dar (Trajan?), den der Heilige von den Flammen gerettet haben soll. Die Haupttafel ist dem Heiligen Ambrosius geweiht zu dessen Füssen sich ein in einer Wiege liegendes Kind befindet. Wertvolle gotische Baldachins schweben über den Nischen in denen sich die Kompositionen befinden. Alles hier ist so gegliedert, um den Gemälden Plastizität und den Figuren eine lebhafte Dynamik zu verleihen. Die Kunst Michael Pachers ist wegen der Farbwahl und der Effizienz der räumlichen Wiedergabe, die er durch eine ausgeklügelte Anwendung der perspektivischen Regeln erreicht, unverwechselbar.

Pacher stirbt 1498, während der Arbeiten (zusammen mit Marx Reichlich) am Altar in Salzburg. Die Figur Pachers ist eine Ausnahmeerscheinung in der (Kunst-)Geschichte Südtirols. Obwohl er zahlreiche Nachahmer hatte, hat es keiner von ihnen geschafft die ästhetischen Eroberungen des Meister aus Bruneck, der ein wahrer Virtuose der Renaissance-Kunst war zu verwirklichen.

Home
Italiano
Deutsch
E-mail
Impressum
Privacy
Casanova

Regenerations-
einreibung mit Arnika Unterweger

€ 7,30

Arnika Pinum - Dr. Rössler

€ 13,50

Franzbranntwein Pinum - Dr. Rössler

€ 13,50