Testatina

Almabtrieb in Südtirol

Der Schnalstaler Almabtrieb ist bekannt als der höchste in ganz Europa.
Mitte Juni starten die ersten Schafe, Hirten und Hunde von Laas im Vinschgau und marschieren Richtung Schnalstal. Beim Kurzhof in Vernagg nehmen sie auch andere Schafe mit. Gemeinsam überqueren sie das Hochjoch (2857 m) und das Niederjoch (3019 m) bis sie schließlich in das Venter Tal in Österreich gelangen. Das ist ein antiker Verbindungsweg zwischen den zwei Alpenhängen. Ein Weg, den auch Ötzi und seine Zeitgenossen begangen haben.

Es ist ein anstrengender, 44 km und zwei Tage langer Marsch mit einem Höhenunterschied von 3200 Meter beim Aufstieg und 1800 Meter beim Abstieg, der in die österreichischen Täler und Almweiden führt. Dort können die Herden bis Mitte September bestens weiden, bis sie wieder die Heimreise antreten. Bis vor 50 Jahren gab es auch noch einen anderen Weg durch das Pfossental, ein ziemlich genau quer verlaufendes Seitental des Schnalstals. 1744 geschah etwas Schreckliches während des Almabtriebs durch dieses Tal. Fünf Hirten und mehr als hundert Schafe starben aufgrund eines Schneesturms. Schnee und Kälte sind auch heute noch eine Gefahr für die Herde. Deshalb ist es verständlich, dass man beim Kurzhof feiert, wenn die Herden heil zurück kehren.
Es handelt sich um ein einmaliges Fest, wo die Talbewohner mit ihren blauen Schürzen und mit Filzhut die Hirten mit Bier, Würsten und volkstümlicher Musik willkommen heißen. Ein wahres Fest für echte „Touristen abseits der Herden“!

Termine: Die Transhumanz beginnt Mitte Juni und endet Mitte September.
Nähere Informationen erteilt der Tourismusverein Schnalstal 0039 0473 679148

Kurz zur Geschichte: Im 14. Jahrhundert wurde der „Vertrag der Weiden“ zwischen den Schnalstaler und Venter Bauern im Ötztal abgeschlossen. Dieser Vertrag sah vor, dass die ersten ihre Herden in den Sommermonaten im angrenzenden Niedertal oder auf dem Rofenberg im Ötzal weiden lassen durften. Auch nach dem Ersten Weltkrieg, im Jahr 1919, als Südtirol durch den Friedensvertrag von St. Germain zu Italien kam, blieben die Schnalstaler Bauern im Besitz der Almweiden, damit ihre Herden überleben konnten.

Gastronomische Informationen: Bei dieser Gelegenheit kann man die typischen Gerichte dieser Gegend probieren: das Schöpserne, Schnalser Nudeln serviert mit Karotten und Schnittlauch oder als Alternative mit Preiselbeeren. Die Schneemilch gehört natürlich auch dazu, ein Dessert aus Brot, Milch, getrockneten Früchte und Sahne.


Bilder: Anacleto Zuppini

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